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Stefan Klug 07.08.2017 15:22 Uhr

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Fences

(MOZ) In den 1950-er Jahren leert Troy zusammen mit seinem besten Freund Bono die Mülltonnen von Pittsburgh. Regelmäßig echauffiert er sich dabei, dass man Farbige nur die Drecksarbeit machen lässt, aber nie den Müllwagen fahren. Und die Lamentiererei geht auch zuhause weiter. Denn Troy wäre ein guter Baseballer geworden, hätte man seinerzeit Afroamerikaner mit Weißen zusammen spielen lassen. Aber auch die Gegenwart gibt Anlass für Kummer. Der eine Sohn will unbedingt ein Football-Stipendium, der andere schlägt sich mehr schlecht als recht als Musiker durch. Mit einem Schlag aber ändert sich fast alles. Denn Troy überrascht die Familie mit einem Geständnis, das vieles in Frage stellt.

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Bild Fences  

Fences

© Paramount

Denzel Washington in Personalunion hat ein Theaterstück von August Wilson als Regisseur inszeniert und als Hauptdarsteller bespielt. In letzterem hat die Mime schon Erfahrung, denn im gleichen Stück stand er mit Filmpartnerin Viola Davis bereits am Broadway auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Doch Theater ist Theater, Film ist Film. Im Zuschauerraum gibt es kein Entkommen und der Betrachter weiß auch, was ihn erwartet. Im Heimkino gibt es eine Fernbedienung. Und die wird zum größten Feind von "Fences". Denn in den ersten 60 Minuten muss der Zuschauer reichlich Langmut beweisen, die ausufernden Dialoge, vor allem aber Monologe des Hauptdarstellers, zu ertragen. Die sind mitnichten langweilig, aber die statische Aufarbeitung trägt eben nicht gerade zur erleichterten Konsumtion bei. "Fences" ist ganz klar ein Streifen für Theaterliebhaber. Das Spiel von Washington/Davis ist brillant, die Gespräche tiefschürfend. Das gesamte Stück allerdings dann doch zu lang.

Genre: Drama; FSK: 6 Jahre; Laufzeit: 139 Minuten; Verleih: Paramount; Regie: Denzel Washington; Denzel Washington, Viola Davis, Stephen McKinley Henderson; USA 2017

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