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Birte Förster 02.09.2016 06:20 Uhr
Red. Bad Freienwalde, freienwalde-red@moz.de

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Ein Abo für Gemüse

Bad Freienwalde (MOZ) Ob Spinat, Kohlrabi oder Kürbis: Seit diesem Jahr bietet Mario Reißlandt auf seinem Hof auf der Sonnenburg in Bad Freienwalde Abo-Gemüsekisten an. "Wir achten auf Vielfalt in der Kiste", sagt der Öko-Landwirt, der an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde Ökolandbau und Vermarktung sowie Öko-Agrarmanagement studiert hat. Zwischen sieben und acht verschiedene Kulturen finden sich jede Woche in der Kiste. Je nach Jahreszeit variieren diese. Die Bedingung: alles sei regional und saisonal, betont Reißlandt.

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Bild Ein Abo für Gemüse
 

In seinem Gewächshaus auf der Freienwalder Sonnenburg: Öko-Landwirt Mario Reißlandt

© MOZ/Birte Förster

Bisher beinhalten die Kisten unter anderem Gemüse wie Tomaten, Gurken, Salat, Zucchini und Broccoli sowie verschiedene Kräuter, darunter Petersilie, Koriander und Basilikum. Im kommenden Jahr wolle er sein Angebot aber erweitern, so der Landwirt, der den Hof zusammen mit seiner Freundin Lisa Wiese betreibt. Dann komme noch Lagergemüse wie Rote Beete, Möhren, Kohl, Pastinaken, Petersilienwurzeln und Kartoffeln dazu. "Damit wir über das ganze Jahr Gemüse haben", erklärt Reißlandt den Grund für die lange haltbaren Sorten. Auch eine Streuobstwiese sei geplant.

"Wir wollen alles anbauen, was in der Region wächst", erklärt der Landwirt sein Ziel. Dieses Jahr hätten sie aber bereits über 30 verschiedene Kulturen.

In drei verschiedenen Größen bietet er die wöchentliche Gemüseauswahl an. Die Preise variieren zwischen 12,50 Euro, meist für eine Person, einer Kiste für 20 Euro für zwei Personen sowie einer für Familien zu 25 Euro. Die meisten Abnehmer seien in Berlin, so Reißlandt. Etwa 15 bis 20 beziehen das Gemüse pro Woche. Teilweise würden die Kisten nach Berlin geliefert, aber es gebe auch verschiedene Abholstationen.

Vor etwa fünf Monaten sind Mario Reißlandt und Lisa Wiese mit ihren beiden Kindern auf den Hof umgezogen. Seit Anfang Juni sind sie ein Bio-Betrieb. Anfang September erfolgt dort laut Reißlandt die erste Öko-Kontrolle. Im Oktober werden sie dem Demeter-Verband beitreten, berichtet er von ihren Plänen. Auch für das Konzept mit den Gemüse-Kisten stehen noch Entwicklungen an. "Nächstes Jahr wollen wir über solidarische Landwirtschaft gehen", erklärt Reißlandt. Das heißt, dass die Abonnenten nicht nur die Kisten erhalten, sondern sich auch in den Betrieb und den Anbau des Gemüses einbringen und die Erträge auf alle verteilt werden. Geplant sei auch, Aktionen mit den Gemüse-Abonnenten zu starten, so der Öko-Landwirt. "Wir wollen Zucchini-Chutney oder Pesto selbst machen", sagt er. Auch Gemüse einzumachen gehöre dazu. Es seien leckere Produkte und so wisse man, woher sie kommen.

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